Forstbetriebsgemeinschaft - FBG Kleines Wiesental

Forstbetriebsgemeinschaft Kleines Wiesental w. V.

     Die Zertifizierung   

In Ergänzung der gesetzlichen Regelungen (insbesondere Landeswaldgesetz) sind seit einigen Jahren zusätzliche Vorgaben zur pfleglichen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Rahmen einer Zertifizierung gültig.  Die beiden wichtigsten Zertifikate sind FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (s. u.).

Die Haupt-Holzabnehmer der FBG verlangen eine solche Zertifizierung.

Die FBG Kleines Wiesental in ihrer Gesamtheit - und damit jedes Mitglied unseres forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses - ist nach PEFC Gruppen-zertifiziert.

Damit sind ihre Mitglieder verpflichtet, die entsprechenden PEFC-Vorgaben zu beachten und umzusetzen.

ACHTUNG: ab 1.1.2015 gelten überarbeitete Richtlinien (veröffentlicht am 1.12.2014), die für unsere Mitglieder verpflichtend sind.

Diese finden Sie weiter unten zum Ausdrucken. Außerdem liegt die entsprechende Broschüre bei der FBG aus. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite von PEFC Deutschland (Link ganz unten auf dieser Seite). Für Auskünfte steht Ihnen auch die FBG-Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

 

PEFC-Zertifizierung - was ist das?

Die FBG Kleines Wiesental ist unter der Registriernummer: PEFC/0421021/012134090001 nach den Standards von PEFC Deutschland e.V. (Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes) zertifiziert.

Der PEFC-Prozess wurde im August 1998 von skandinavischen, französischen, österreichischen und deutschen Waldbesitzern initiiert. Als Pan European Forest Certification Council (PEFCC) am 30. Juni 1999 in Paris gegründet, traten 2002 auch nicht-europäische Mitglieder bei, so dass am 31.10.2003 die Bedeutung des Akronyms PEFC in „Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes“ geändert wurde. PEFC bildet den internationalen Rahmen zur Anerkennung nationaler Zertifizierungssysteme und -initiativen. Das Technische Dokument sowie die Satzung des PEFCC (www.pefc.org) definieren Mindestanforderungen für Waldzertifizierungssysteme und Standards, die auf nationaler und regionaler Ebene erfüllt werden müssen. Holz und Holzprodukte, die den Anforderungen von PEFC genügen, können mit dem PEFC-Gütesiegel gekennzeichnet werden, wenn ein glaubwürdiger Produktkettennachweis (Chain-of-Custody) sichergestellt ist.

Das Holz aus den Wäldern der Mitglieder ist demnach so genanntes PEFC-Holz.

 

PEFC-Urkunde für die FBG Kleines Wiesental

PEFC-Standards ab 1.1.2015 (Dokument PEFC D 1002-1:2014)

 

Zu den Standards zählen insbesondere: 

Gesundheit des Waldes

·      keine flächige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

·      keine flächige Befahrung des Waldbodens, Rückegassenabstand mind. 20 m

·      Vermeidung von Rückeschäden durch pflegliche Waldarbeit und den Einsatz geeigneter Maschinen

 

Produktionsfunktion des Waldes und biologische Vielfalt

·      die Holzproduktion wirkt sich positiv auf das Klima durch die Speicherung von Kohlenstoff und die Abgabe von Sauerstoff aus

·      Verwendung standortgerechter Baumarten

·      Schaffung von Mischbeständen mit ausreichender Umtriebszeit

·      Förderung der natürlichen Verjüngung durch entsprechende Hiebsgestaltung und angepasste Wildbestände (Einwirkung über die Jagdgenossenschaft auf die entsprechende Gestaltung der Jagd)

·      Förderung und Erhaltung von geschützten Biotopen, Totholz und seltenen Baumarten

 

Schutzfunktion der Wälder

·      Schutz des Wassers durch Verwendung biologisch schnell abbaubarer Kettenöle und Hydraulikflüssigkeiten

·      Mitführen eine Notfallsets für Öl- und Treibstoffschäden an Maschinen

·      Verwendung von Sonderkraftstoffen für die Motorsäge

 

Gesellschaftliche Funktion der Wälder

·      Einsatz von Unternehmern und Dienstleistern: Zitat

  • 6.4 In der Waldarbeit werden nur solche Dienstleistungs-, Lohnunternehmer und gewerbliche

  • Selbstwerber eingesetzt, die ein von PEFC Deutschland anerkanntes Zertifikat* besitzen.

  •    a) Beim Einsatz von Dienstleistungs- und Lohnunternehmern sowie gewerblichen

  •       Selbstwerbern, die ein von PEFC anerkanntes Zertifikat besitzen, können die im Leitfaden

  •       8 aufgelisteten Anforderungen als erfüllt angesehen werden.

  •   b) Von dieser Regelung sind ausgenommen:

  •      - Betriebe, die nach § 19 UStG „Besteuerung der Kleinunternehmer“ keine Umsatzsteuer

  •       leisten.

  •      - die Aufarbeitung von nachgewiesenem Kalamitätsholz.

  •    c) Der Begriff „Waldarbeit“ umfasst folgende Tätigkeiten: Holzernte, Rückearbeiten,

  •        Waldpflege und Pflanzung.

  •       * Bisher anerkannt: RAL-Gütezeichen (www.ral-ggwl.de), Deutsches Forst Service Zertifikat

  •        (www.forstunternehmer.vdaw.de), „Kompetente Forst Partner“-Zertifikat (www.fvniederbayern.

  •        de) und KUQS (www.sachsen.dfuv.eu.de).

·      Einhaltung der gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen

·      Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften (UVV)

·      Absolvierung eines Motorsägenlehrgangs (auch durch Brennholz-Selbstwerber)

·      Rücksichtnahme auf Boden- und Kulturdenkmale

 

Diese Bestimmungen sind nicht als Reglementierung zu verstehen, sondern dienen letztendlich den Interessen der Waldbesitzer, nämlich der dauerhaften Erhaltung der natürlichen Grundlagen für das Baum- und Holzwachstum und dem Schutz und der Gesundheit der im Wald tätigen Menschen.

Zum Internetauftritt von PEFC: www.PEFC.de